Windsogsicherung

Neue Regelung zur Windsogsicherung von Dachdeckungen gültig ab 01.03.2011

Weil die Stärke und Dauer der Stürme in Europa messbar zunehmen, wurden die europäische Normung (Eurocode) und ihre Umsetzung auf nationaler Ebene (DIN 1055-4) verschärft. Nach DIN 1055-4 muss für großflächige Dachdeckungen wie Flachdachabdichtungen oder Blechdächer die volle Windlast angesetzt werden. Bei kleinformatigen Dachdeckungen mit Dachsteinen und Dachziegeln kann die windlastreduzierende Wirkung der Deckfugen berücksichtigt werden. Deshalb findet sich in der DIN der Hinweis, dass in diesen Fällen die abweichende ZVDH-Regelung gilt. Die neue ZVDH-Fachinformation “Windlasten auf Dächern mit Dachziegel- und Dachsteinein- deckung” gilt ab 01.03.2011.

Einflussgrößen auf die Windsogsicherung

Das Grundschema zur Ermittlung der Windsoglasten bleibt bestehen – allerdings haben sich innerhalb der Einflussgrößen teilweise deutliche Änderungen ergeben. Folgende Größen beeinflussen die Windsogsicherung:

  • geographische Lage
  • Gebäudehöhe
  • Dachform und Dachbereich
  • Deckunterlage
  • Dachneigung

Die genaue Ermittlung der notwendigen Verklammerung erfolgt durch den Fachmann. Falls eine Verklammerung notwendig ist, erfolgt diese nach dem Schema 1:3 (jede dritte), 1:2 (jede zweite) oder 1:1(jede Dachpfanne).

Ab einer Neigung von >65° müssen alle Dachpfannen befestigt werden. Immer zu befestigen sind: jede Dach-/Formpfannen an Ortgang, First, Grat, Pult und im Dachknick. Zum Beispiel mit für das Deckungsmaterial zugelassenen Klammern und Spezialschrauben 4×45 mm.

Quelle: Braas Handbuch; ZVDH-Fachinformation

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