Blower Door Test

Was verbirgt sich hinter dem sogenannten ” Blower Door Test”?

In Zeiten der drohenden Rohstoffknappheit wird es immer wichtiger die Ressourcen sparsamer einzusetzen. Dies gilt im Besonderen für Energieträger wie fossile Brennstoffe. Da ca. 40 Prozent der Energie in Deutschland in Privathaushalten verbraucht werden, gibt es hier ein enormes Einsparpotenzial. Mit Hilfe der Energie-Einsparverordnung (EnEV) gibt der Gesetzgeber die Richtung vor. Hochgedämmte Dächer, Außenwände und Fenster gehören längst zum Standard im Holzbau.

Die elementare Größe für die Energieeffizienz eines Gebäudes ist seine Dichtheit. Undichte Stellen in der Gebäudehülle bedeuten einen erheblichen Energieverlust (Wärmebrücke). Die EnEV enthält Anforderungen an die Dichtheit von Gebäuden und verweist auf die DIN EN 13829, die die “Bestimmung der Luftdurchlässigkeit von Gebäuden” regelt.

Um die technische Umsetzung der Vorgaben in der Praxis prüfen zu können, mußte ein Verfahren entwickelt werden, welches Daten liefert die man abgleichen kann. Diese Möglichkeit bietet das “Blower-Door-Verfahren”. Hierbei wird ein großer (oder mehrere kleinere) Ventilator in die Außenhülle (Fenster/Tür) eingestellt und ein Überdruck oder ein Unterdruck im Gebäude erzeugt. Leckagen werden so lokalisiert und können zusätzlich über künstlichen Nebel oder mit Hilfe einer Thermografiekamera sichtbar gemacht werden.

Folgende Punkte werden bei diesem Messverfahren berücksichtigt:

  • Baujahr des Objekts
  • Standort des Gebäudes
  • Art der Heizungsanlage
  • Klimaanlage vorhanden?
  • Messort im Gebäude
  • Netto Grundfläche AF (qm).    In Anlehnung an DIN 13829 die “Summe aller Böden beheizter/zur Gebäudehülle gehörender Räume”.
    Es werden also die Geschoßwohnflächen addiert. Da Innenwände nicht dicht sind, können deren Grundflächen mitgerechnet werden.
  • Raumvolumen (cbm).    Beheiztes Raumvolumen der Gebäudehülle netto (ohne Außenwände) inkl. Innenwände und Decke, im Dach bis
    zur Dampfbremse.
    Wenn der Dachboden  und der Keller zur Gebäudehülle gehören, gehört auch deren Volumen zum Gesamtwert.
  • Hüllfläche AE (qm).   Die Gebäudehüllfläche die das obige Innenvolumen umschließt.
  • Gebäudehöhe.     Gebäudehöhe vom Außenniveau betrachtet. (z.B. 8 m)
  • Messverfahren A – im bewohnten (“fertigen”) Zustand
  • Messverfahren B – Baustellenmessung
  • Windstärke

Anschließend werden folgende Dokumente erstellt:

  • Erstellen eines Prüfberichtes
  • Erstellen eines Zertifikates

Wir bieten dieses Verfahren unseren Kunden schon seit Jahren mit Erfolg an. Unsere Mitarbeiter sind im Umgang mit der Blower-Door-Messtechnik bestens geschult und erstellen in der Regel ein Zertifikat nach Fertigstellung der Baumaßnahme.

 

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